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Fachwissen

Säure-Peelings im Kosmetikstudio: AHA, Lactic, Mandelic & Azelaic im Vergleich

Welches ZENA Säure-Peeling für welche Haut? Vergleich von AHA, Lactic, Mandelic, Azelaic und MAZ — inklusive Protokoll, Kontraindikationen und rechtssicherer Kommunikation.

22. Juni 20263 Min LesezeitZena Redaktion

Säure-Peelings sind ein Kernthema professioneller Kosmetik. Wer die richtige Säure für den individuellen Hautzustand wählt, arbeitet sicherer, effektiver und kann das Ergebnis besser kommunizieren — ohne in den medizinischen Bereich abzudriften.

Säure-Peelings sind eines der wirksamsten Werkzeuge in der professionellen Kosmetik. Die richtige Säure für den richtigen Hautzustand zu wählen, macht den Unterschied zwischen guten und herausragenden Ergebnissen.

Was sind Säure-Peelings?

Säure-Peelings sind kosmetische Wirkstofflösungen, die auf die Haut aufgetragen werden, um die natürliche Hauterneuerung zu unterstützen. Sie lösen abgestorbene Hautzellen in den oberen Schichten und bereiten die Haut auf nachfolgende Wirkstoffe vor.

Im professionellen Studioeinsatz unterscheidet man vor allem nach Säuretyp, pH-Wert und Konzentration. Nicht jede Säure ist für jeden Hauttyp geeignet. Die Auswahl sollte sich daher immer am individuellen Hautbild orientieren.

Nicht die stärkste Säure gewinnt — die passendste Säure für den individuellen Hautzustand gewinnt.

Die ZENA Säure-Peelings im Vergleich

Peeling Hauptwirkstoff Besonders geeignet für
AHA pH 2,0 AHA-Säurekomplex Reife, raue Haut, ungleichmäßiger Teint
Lactic 30 pH 3,0 30% Milchsäure Trockene, dehydrierte, alternde Haut
Mandelic pH 2,4 15% Mandelsäure Empfindliche Haut, ganzjährig einsetzbar
Azelaic 20 pH 4,0 20% Azelainsäure Pigmentflecken, unreine Haut
MAZ 20 pH 2,5 Mandel- und Azelainsäure Empfindliche Haut mit Neigung zu Unreinheiten

AHA, Milchsäure, Mandelsäure, Azelainsäure — die Unterschiede

AHA — Alpha-Hydroxy-Säuren

Wasserlösliche Fruchtsäuren, die die oberen Hautschichten lösen und die Hauterneuerung unterstützen. Besonders beliebt bei reifer, sonnengeschädigter Haut.

Milchsäure

Eine der sanftesten AHA-Säuren. Milchsäure wirkt feuchtigkeitsspendend und ist besonders für trockene, dehydrierte Haut geeignet.

Mandelsäure

Eine lipidlösliche AHA-Säure mit größeren Molekülen. Sie dringt langsamer ein und ist daher besonders hautverträglich — auch für sensible Hauttypen.

Azelainsäure

Wird gerne bei pigmentierten Hautbereichen und unreiner Haut eingesetzt. Azelainsäure wirkt gleichmäßig und verträglich.

„Das Geheimnis liegt nicht in der stärksten Säure, sondern in der richtigen Säure für den jeweiligen Hautzustand."

Studio-Protokoll für Säure-Peelings

Ein professionelles Säure-Peeling folgt immer dem gleichen Grundgerüst — unabhängig von der gewählten Säure:

  1. Anamnese: Hautzustand, Vorerfahrungen, Kontraindikationen prüfen.
  2. Reinigung: Cleansing Gel oder Enzyme Cleanser für eine fettfreie Hautoberfläche.
  3. Tonifying: Skin Toner zur Hautneutralisation.
  4. Applikation: Säure mit Pinsel auftragen, Einwirkzeit strikt beachten.
  5. Neutralisation: Neutralizer Foam pH 8,0 stoppt die Säurewirkung.
  6. Abschluss: Post-Treatment Gel und Sunblock Cream 50++ auftragen.

Kontraindikationen, die jede Fachkraft kennen muss

Säure-Peelings sind kosmetische Behandlungen mit klaren Grenzen. Nicht geeignet bei:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Offenen Hautverletzungen oder aktiver Dermatitis
  • Sonnenbrand oder frischer UV-Exposition
  • Einnahme von Isotretinoin
  • Allergie gegen die jeweilige Säure
  • Rosazea, Couperose oder stark geröteter Haut

Bei sensibler Haut oder Vorerkrankungen sollte die Säurewahl individuell angepasst werden.

Rechtssichere Kundenkommunikation

Formulierungen, die funktionieren

  • Unterstützt die Hauterneuerung
  • Für ein glatteres Hautbild
  • Verbessert das Erscheinungsbild von Pigmentflecken
  • Intensive professionelle Peeling-Behandlung
  • Sanfte Aufbereitung der oberen Hautschichten

Formulierungen vermeiden

  • Entfernt Falten
  • Heilt Akne
  • Medizinische Wirkung
  • Garantierte Ergebnisse
  • Tiefe Narbenkorrektur

Häufige Fragen (FAQ)

Wie oft darf man ein Säure-Peeling machen? +

Je nach Säuretyp und Hautverträglichkeit alle 2–4 Wochen. Bei tieferen Peelings sollte der Abstand größer sein.

Ist ein Säure-Peeling im Sommer erlaubt? +

Mandel- und Azelainsäure sind oft ganzjährig einsetzbar, sofern konsequenter Sonnenschutz getragen wird. Tiefe AHA-Peelings sollten im Sommer vermieden werden.

Gibt es Schuppenbildung nach dem Peeling? +

Eine leichte Schuppenbildung kann auftreten und ist Teil des Erneuerungsprozesses. Die Intensität hängt von Säuretyp und Konzentration ab.

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